geht mir derzeit durch den Kopf... heute abend rief Lea an, um sich "mal auszukotzen". Ihre Situation ist momentan nicht die leichteste, immer wieder "Contra" dümmlichster Art und Weise von Keven´s Familie und von ihm selbst, die Sorge um den Kleinen, um die finanzielle Zukunft... das einzige Positive ist für sie momentan natürlich ihr Sohn und die Arbeit, die ihr sehr viel Spass macht.
Als wir miteinander sprachen, ich ihr zuhörte und irgendwann versuchte, die richtigen Worte für sie zu finden, um sie wieder aufzubauen, fiel mir spontan nichts mehr ein, außer:
"Hey, du bist auch eine "Winkler" (meine Oma!) und
du bist meine Tochter, du schaffst das! Ok?"
Ich spüre, wie sehr sie kämpft...
um ihre Eigenständigkeit, ihr Selbstbewußtsein, um ihr Leben.
Verdammt, warum müssen wir Frauen eigentlich immer kämpfen?
Ich bin immer noch sehr wütend, ich sehe sehr genau, was dort in Heide grade abgeht.
Ich sehe, dass meine Tochter derzeit einen harten Weg geht.
Ok, sie weiß, dass ihre Schwester und ich hier in Flensburg immer für sie da sind, immer!
Sie schafft es... weil wir sie lieben!
Im übrigen habe ich meinen Enkel seit dem 10.01. nicht mehr gesehen und er fehlt mir sehr.
Am Samstag, einen Tag nach meinem Geburtstag, kommen die drei hierher und werden wohl auch hier schlafen, hoffe ich zumindest.
Letztes Wochenende sind Lea und Keven umgezogen und da Flensburg derzeit im Schnee versinkt (momentan taut es - endlich!),
war es echt ein Kraftakt!
Geplant war, den LKW direkt über die Feuerwehrauffahrt an den Hochparterrebalkon zu fahren, um dann (ganz easy), das Mobiliar in selbigen zu transportieren...
Nix hat geklappt, gar nix... der LKW brauchte über 1 Stunde, um überhaupt in die besagte Einfahrt einzulenken.
Noch schlimmer war die Fahrt nach Heide: Sarah, Lea und ich fuhren mitsamt mehrerer Kartons dem LKW hinterher, Abfahrt Süd rauf auf die B 200...
30 km/h, mehr war nicht drin. Meinen Töchtern gegenüber habe ich die Coole gespielt, innerlich habe ich echt gezittert
- "Gefrierende Nässe", seit diesem Moment weiß ich um die Bedeutung!
Keven ist kurz nach uns losgefahren und kam auf genau dieser Strecke ins "Strudeln", er hatte Glück im Unglück und zwei Autofahrer zogen ihn wieder raus aus dem Graben... dementsprechend zittrig kam er in Heide an.
Insgesamt gesehen ist dieser Umzug sehr "zivilisiert" und geplant vonstatten gegangen und es waren genug Männer für die schweren Sachen (Waschmaschine, Schränke usw.) da, alles war vorsortiert... perfekt. Andererseits war es "ein Tag aller Emotionen" - "der traurigen, aggressiven und auch fröhlichen" (Original-Ton Sarah später auf dem Weg nach Heide).
Erstaunlicherweise kamen die traurigen Eomtionen nicht hoch, weil Lea so weit weg von uns zieht bzw. weil unser "Dreigestirn" auseinandergerissen wird. Erstaunlicherweise erfasste Sarah und mich der traurige Moment, als wir zusammen an der Terrassentür im Lundweg standen und in den Garten hinausschauten...
(Zur Erklärung: Im Lundweg habe ich mir vor einigen Jahren zusammen mit V. ein Haus gekauft, innerhalb von drei stressigen Monaten sanierten wir das komplette Haus, zogen zusammen mit meinen Kindern dort ein und nach einem Jahr lernte ich Carsten kennen... Ende der (dieser) Geschichte.)
Das diese Geschichte nicht wirklich zu Ende ist, spürte ich eben genau dann,als ich mich in den mir so vertrauten Räumlichkeiten umschaute, als ich im besagten Moment an der Terrassentür stand und auf diesen Garten schaute, an dem einst mein Herzblut so sehr lag... vor langer Zeit.
Es war wie ein Schlag mitten ins Gesicht und die Tränen kamen von ganz allein,
da war nix mehr als weinen, zusammen mit meiner Sarah.
Merkwürdig war´s schon, weil ich V. damals ganz bewußt verlassen habe,
ich wollte vielleicht ein Haus, ein Grundstück usw.
- aber ich wollte auch Wärme, Liebe und Geborgenheit...
all das konnte er mir nicht geben.
V. hat bei dem Umzug von sich aus geholfen und als wir uns begrüßten,
war es kein Problem, ihn in den Arm zu nehmen.
Schon komisch, als wir zusammenlebten,
gab es oft Stress wegen der Mädels - das üblich Alltägliche halt.
Heute versteht er sich prächtig mit den beiden und wir haben das Gefühl, dass er den Kontakt nicht verlieren will...
Ich und auch Sarah und Lea, wir freuen uns sehr darüber,
er ist ein guter Mensch, das ist alles, was zählt!
Warum wir überhaupt in den Lundweg gefahren sind?
Lea hatte keine Farbe, keinen "Kuttenlecker", kein vernünftiges Klebeband da, was sonst *grins*.
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Nachtrag:
Ja,morgen werd`ich siebenundvierzig (*würg*)... na ja, gibt Schlimmeres!
Lea rief grad an, sie und Keven kommen nun doch morgen abend schon vorbei, ohne den Kleinen...
*schluck*
"Ist ok Lea, ihr wisst schon, was ihr tut. Kein Problem."
- Was sonst soll ich sagen?
Aber mein Herz weint, sehr...
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Abgesehen davon...
waren meine bisherigen Geburtstage seit meiner Kindheit meist mit Melancholie usw. behaftet...
und warum sollte es dieses Jahr anders sein?
Ich weiß, unser aller Leben beinhaltet stetigen Wechsel,
warum ist er meist nur so schmerzhaft?
Hm?
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Nochmal Nachtrag:
Hab grad mit Sarah telefoniert, sie hat die geniale Idee, sich nächstes WE mal mit Kevens Familie zusammenzusetzen, wichtige Details (die meist Lea an die Nieren gehen) in aller Ruhe zu besprechen - ich hoffe, es hilft.
Respekt meiner Tochter gegenüber, ich persönlich reagiere da aktuell wohl zu emotional, würde die am liebsten einfach nur "zubrüllen"... *tief durchatmen*.
Kommendes Wochenende findet der Umzug statt und dann ist er da, der Moment, vor dem ich mich insgeheim fürchte... wie auch immer, wird schon weitergehen, so oder so - ja ja. In diesem Sinne habe ich mich in den letzten Wochen um die baldige "Ex-Wohnung" von Lea und Keven bzw. um potentielle Nachmieter gekümmert, gar nicht so einfach, bis jetzt.
Ansonsten... ja, was soll ich schreiben... ich leb so vor mich hin (?).
Ne, nicht wirklich... irgendwie hat das, was ich tue bzw. denke schon seinen Sinn - hoffe ich jedenfalls...
Es gibt da so viele Gedankengänge, die mich derzeit ein wenig irritieren,
die auf Nachfragen oder Antworten warten...
kurz gesagt:
Ich hänge derzeit in der Warteschleife.
(Toll interpretiert, nicht?)
Wie auch immer,
ich scheine irgendwie emotional gesehen immer noch
am Anfang zu stehen... na toll.
"Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde mich vielleicht erinnern. Beteilige mich, und es wird mich berühren."
(Chinesisches Sprichwort - "geklaut" von "vergessen wo")
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(Anmerkung: Ich persönlich benutze derzeit 3 Paar Schuhe:
Winterstiefel, Turnschuhe und Adiletten...
nicht mehr, nicht weniger *schwör*! )
Mittlerweile bin ich aus meinem "Loch" herausgekrabbelt - nun ja, eigentlich war es nicht wirklich ein Loch in dem Sinne und wenn ich ehrlich bin, habe ich schon ganz andere, wirkliche, "Löcher" hinter mir. Dieses Mal war´s einfach nur ein seelisches Tief - manchmal holt einen halt alles wieder ein und wenn zudem das alltägliche Leben ein wenig "haltlos" ist bzw. kompliziert erscheint... dann zerfliesst man bzw. frau eben kurzfristig in Selbstmitleid. Inzwischen habe ich für nächste Woche wieder "Aufträge", d.h. ich arbeite von Montag bis Mittwoch, es kommt also wieder Geld in die Kasse - wie schön. Nein im Ernst, meinem Ego hilft es, ist einfach so. Und inzwischen habe ich mich erneut ein wenig distanziert von dem, was mich manchmal ausmacht... meiner Vergangenheit.
Ansonsten läuft alles seinen Gang: Lea hat sehr viel Spass an ihrer Ausbildung, Keven tobt sich bei der Bundeswehr aus (ha ha), der Kleine hat seine Bronchitis Gott sei Dank gut überstanden und Sarah ist immer noch glücklich mit ihrem Freund (den ich übrigens sehr schätze) und mit der Wahl ihres Studiums...
Es geht also alles seinen Gang und mir bleibt derzeit nicht viel mehr übrig, als mich um Bagatell-Sachen (wie z.B. die Ex-Whg. hier in Flensburg usw.) zu kümmern... will damit sagen: meine Kinder sind beide flügge geworden und ich bin sehr stolz darauf: hey, ich habe sie so erzogen, was zur Hölle habe ich erwartet???
Dennoch... kam von Lea gestern am Telefon diese Aussage:
"Du freust dich darauf, Fynn wiederzusehen, freust du dich denn auch auf mich? Mama, ich freu mich auf dich, ich hab dich vermisst."
Ich hab mich echt gefreut, damit hatte ich nicht gerechnet, war wohl zu sehr auf Fynn fixiert und hatte darüber vergessen, dass auch meine Tochter ihre Muddi-Defizite hat.
Als wir uns dann heute nachmittag endlich gegenüberstanden, konnte wohl keiner von uns so wirklich seine Gefühle rüberbringen - schon merkwürdig, irgendwie... wir haben alles, was "wichtig" schien (Wohnung, Strom abmelden etc.) besprochen, aber wir haben nicht über unsere derzeitige Gefühlslage reden können... nicht wirklich.
Sehr viel später erst, als ich in Ruhe nachdenken konnte, war ich in der Lage, ihr eine SMS zu schicken...
Ich habe mich sehr gefreut, dich wiederzusehen:
Du fehlst mir!
Aber ich möchte dir auch sagen:
ich bewundere dich für die
Kraft und Stärke,
mit der du deinen Weg gehst!
Mach weiter so,
du tust das Richtige!
Und wenn du mich brauchst,
ich bin da.
Ich liebe dich, Mama.
Kuss
Bis jetzt kam keine Antwort.
Und ich weiß nicht,
hab ich richtig agiert
oder nicht?
Ansonsten..
hab ich gestern nach langer Zeit mal wieder richtig lachen können:
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Wie schon erwähnt, leben wir derzeit mit 4 (vier) Katzen in unserem Haushalt...
es passt, total.
Verfasst am 18.01.2010 21:23:04 Uhr Arbeit usw. ...
Derzeit bin ich sehr sehr dünnhäutig, niemand aus meiner näheren Umgebung bekommt es mit, niemand. Das mache ich mit mir selbst aus, ha ha, in gewohnter Weise.
Derzeit bin ich ein wenig orientierungslos... in beruflicher Hinsicht, sozusagen.
Der Job gibt mir nicht das, was ich erhofft und erwartet hatte...
nein, ich bin nicht erfüllt von meiner Arbeit und finanziell reichen mir die paar Stunden, besser gesagt: Euro, auch nicht. Nein, ich will nicht jammern oder in Selbstmitleid baden...
aber ich will auch nicht von irgendjemand abhängig sein!
Es ist nur so... unbefriedigend...
ich fühle mich so...
nutzlos, sinnlos... leer.
Wenn ich versuche, mich an einem Tag anderweitig zu orientieren,
verliere ich am anderen Tag schon wieder die Hoffnung
angesichts dessen, was sich auf dem Arbeitsmarkt so tut.
Ich zögere, bin ratlos...
erkenne mich selbst nicht wieder.
Wann, verdammt, war ich jemals so voller Unsicherheit,
ohne jede Zuversicht in mich selbst?
Was ist nur los mit mir?
Ich kenne mich so nicht.
Und ja, das macht mir Angst!
Hallo Mandy, Ronny und "naschi", ich danke euch vielmals für eure Kommentare, die mich zum Nachdenken angeregt haben. Ich hatte erst überlegt, jedem einzeln zu antworten... nun ja, irgendwie haben alle drei Kommentare denselben Hintergrund und irgendwie habt ihr alle drei in gewisser Weise auch Recht.
Es klingt so einfach: "Sich auf eine bestimmte Seite schlagen: das Glück, was sich einem bietet, geniessen." Kein Problem, sollte man meinen. Hab ich auch immer wieder gedacht und dementsprechend agiert. Andererseits gehöre ich aufgrund meiner Vergangenheit zu den Menschen, die alles geben, um geliebt, angenommen und respektiert zu werden - manches Mal habe ich mich dabei auch verloren... Hat jetzt nicht viel mit dem Thema zu tun? Hm, weiß nicht, ich denke schon... irgendwie.
Ja, lieber Ronny, ich geniesse das Glück mit meiner Familie und ich "schlage mich" - seit der Geburt meiner Kinder und meines Enkelkindes - "auf diese Seite". Aber soll ich dir was sagen? Es reicht nicht. Es reicht nicht, weil ich Momente erlebe, in denen ich sogar an der Liebe meiner Kinder zu mir zweifel... ich weiß nicht, wie beschreiben usw. Natürlich bin ich glücklich mit der Familie und den Menschen, die ich habe... dennoch ist da eine Lücke, die schmerzt. Daher die Ängste, Zweifel, die Furcht und auch Wut.
Ja "naschi", wenn ich darüber nachdenke, dann empfinde ich eine Menge Wut ihm gegenüber... bis heute. Und wenn ich ehrlich bin, fällt es mir immer noch sehr schwer, ohne ihn zu leben. Ja, ich bin sehr wütend darüber, dass er mich allein ge- bzw. mich verlassen hat, einfach so... ohne ein Wort. Sehr wahrscheinlich versuche ich, etwas, bzw. ihn festzuhalten, sehr wahrscheinlich suche ich nach Sicherheit (ich weiß nicht?).
Liebe Mandy, na ja, das Aushalten... ist grausam, weil unproduktiv und eigentlich viel zu schmerzvoll - nicht? Eigentlich habe ich echt keinen Nerv mehr darauf - mir reicht´s. (Natürlich ist es ein Prozess, das weiß ich doch).. und mir hilft statt Tempos, Prosecco und Eis das Schreiben hier...
hier kann ich meinen Gefühlen (manchmal) freien Lauf lassen, ohne Rücksicht usw. (Ich denke, du verstehst, was ich damit sagen will). Ok, die Abrechnung, die große Antwort... wer weiß schon... Ne, ich denke auch, dass all die Antworten spätestens dann an uns vorüberziehen, wenn wir ins Nirvana oder wohin auch immer hinübergehen und natürlich macht es Sinn, den Rest der irdischen Zeit im Hier und Jetzt zu verbringen. Natürlich.
Nein Mandy, ich wollte nie "Süßholzraspeln" hören bzw. lesen und das weißt du auch. mir sind klare Worte viel lieber! Und ich danke euch allen nochmals dafür!